autogenes training

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Das Autogene Training ist ein beliebtes und erfolgreiches klassisches Entspannungsverfahren, das in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts vom berliner Nervenarzt Dr. J. H. Schultz in vielen Studien mit Übungsgruppen entwickelt wurde.

1932 erschien seine erste Veröffentlichung: „Das Autogene Training“. Die Methode zur Stressbewältigung und -vorbeugung, sowie zur Entspannung und Harmonisierung von Körper und Geist, ist bis heute weitgehend erhalten geblieben. Sie ersetzt keine Psychotherapie, kann natürlich als unterstützende Maßnahme eingesetzt werden. Sollten Sie eine psychiatrische Erkrankung oder Diagnose haben, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt über die Risiken oder Einsatzmöglichkeiten der Trainingsmethode. Auch bei Herz-Kreislaufbeschwerden, Epilepsie oder Migräne sprechen Sie bitte mit dem Arzt , um auf der sicheren Seite zu sein.

Im medizinischen Bereich wird das autogene Training bei psychosomatischen Störungen, wie Neurosen, Phobien, Flugangst oder Platzangst, eingesetzt. Auch bei Tinnitus, Magengeschwüren oder Krebserkrankungen kann es bei Patienten oder deren Angehörigen zum Einsatz kommen.

Kontraindikationen für das autogene Training sind Zwangsstörungen und Psychosen, da die zwanghaften Vorstellungen und Symptome verstärkt werden können.

Zur Entwicklungsförderung und Persönlichkeitsbildung wird autogenes Training schon bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt, und ist als Bestandteil von Strategien zum Erreichen von persönlichen Zielen, oder Erfolgsstrategien im beruflichen Leben von großem Nutzen.

Als Bestandteil eines umfassenden Entspannungstrainings können Sie den Möglichkeiten dieser erprobten Technik vertrauen.

 

Vorteile und Ziele sind:

  • müheloses Auflösen von Stress
  • schnelles Auftanken mit frischer Energie
  • mehr Lebensfreude
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
  • Stabilisierung der Gesundheit
  • Überwinden lästiger Angewohnheiten
  • Überwinden von Ängsten und Blockaden
  • Besseres Einschlafen/ Durchschlafen
  • Steigerung von Konzentration und Lernleistung
  • Gestärktes Selbstbewusstsein
  • Mehr Krativität, auch bei Problemlösungen
  • Unterstützung einer Therapie

Ablauf des Trainings:

Während des Übungsablaufs wird mit autosuggestiven Formeln gearbeitet, die  zur Verminderung der psychischen und körperlichen Anspannung führen. In diesem Zustand der Tiefenentspannung, der, nach einiger Übungszeit, mehr und mehr vertieft wird, können dem Unterbewusstsein Leitsätze, Affirmationen, oder auch spezifisch-konfliktbezogene Formeln eingegeben oder ‘suggeriert’ werden, die dann im Alltag ihre konstruktive Wirkung entfalten, also autogen (selbsttätig) wirken.

Bei der Methodik des AT unterscheidet man die Grund- und die Oberstufe, manche Trainer oder Ärzte, bieten eine Mittelstufe an, in der es um die Bildung von formelhaften Vorsätzen geht. Oftmals werden wir von negativen Glaubenssätzen oder Einschätzungen geleitet, die jedoch mit einfachen Mitteln konstruktiv ins Positive verändert werden können.

Die Grundstufe, die Sie bei mir erlernen können, ist die Basisübung, die Sie als Übender, solange regelmäßig durchführen, bis der Ablauf automatisiert ist und die Wirkung nach einer Weile schon durch rein gedankliche Konzentration auf die Übung, von selbst eintritt, sozusagen ‘abrufbar’ wird, wie ein bedingter Reflex. Je regelmäßiger Sie, gerade am Anfang, üben, desto wirksamer und schneller werden sich die Früchte des Übens, nach der Phase des ‘Prägens’ oder Einprägens, bei Ihnen zeigen.

Der Ablauf besteht in jedem Training aus den gleichen Schritten.

Nach einer Einleitungsphase, in der die Liege- oder Sitzposition eingenommen wird, sich die Atmung und der Herzschlag beruhigen und eine innere Bereitschaft und die Einstimmung auf die Wirkungen der Übung hergestellt wird, kommt:

a.die Schwereübung : die Arme und Beine sind ganz schwer

b.der Wärmeübung : die Arme und Beine/ Becken und Bauch sind strömend warm

c.die Atemübung : Ich atme ruhig und gleichmäßig, es atmet mich

d.die Herzübung : der Puls schlägt ruhig und gleichmäßig/mein Herz wird warm

e.die Kälteübung : mein Kopf ist kühl und klar

f. in der Mittelstufe folgt hier die eigene Suggestionsformel,eine Affirmation des Übenden, die er, für sich allein, 3 Mal wiederholt

Der Abschluss der Übung besteht immer in der Rücknahme, bei der von Sechs bis Null (oder 10 bis 0) rückwärts gezählt wird und der Übende mit jedem Schritt immer wacher wird, die Körperteile bewegt, die Augen öffnet und zum Schluss ganz frisch, wieder in der Gegenwart angekommen ist.

In der sogenannten Oberstufe kann dann, aufbauend auf der Grundstufe, mit spezifischen autosuggestiven Formeln, die die individuelle Problematik bearbeiten, trainiert werden. Dabei kommen therapeutische, längerfristig persönlichkeitsbildende oder entwicklungsfördernde Aspekte zum Tragen. Diese Stufe sollte mit einem erfahrenen, versierten Arzt oder Psychotherapeuten durchgeführt werden.

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